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Vom "Apfel des Paradieses" leitet sich sein Name ab: Die rot
umhüllten
Samenkerne des "granatum malum", des Granatapfels, gleichen in Form und
Farbe tatsächlich oft dem Granat. Und wie Samenkerne stecken
Granatkristalle in vielen Gesteinen; Granat ist "gesteinsbildend" - so
ist er, wie der Granatapfel auch, ein Sinnbild für die Erde selbst.
Das
leuchtende Glutrot ist die "Urfarbe" des Granats, auch wenn man schon
lange weiß, daß es Granate in praktisch allen erdenklichen
Farben gibt
- außer in reinem Blau. Dem Farbenreichtum steht eine Vielfalt an
möglichen Zusammensetzungen gegenüber: Das Wort "Granat"
steht deshalb
heute für eine ganze Gruppe von Mineralen. Sie umfaßt
Almandin,
Andradit, Grossular, Pyrop, Spessartin, Uwarowit und viele andere.
extraLapis
No. 9 stellt die Granat-Gruppe vor und erläutert die
Zusammenhänge: den
Bauplan der Granate, ihre Zusammensetzung und ihre Mischbarkeit, die
Entstehungsgeschichten und Fundorte, die gemmologisch wichtigen
Merkmale, die Farben und ihre Ursachen, und vieles andere mehr. Aus der
großen Zahl von Granatvorkommen werden zwei näher
beschrieben: das
Zillertal (mit Almandin) und Böhmen (mit Pyrop). Ihre Entstehung
ist
beispielhaft für viele Granatvorkommen dieser Welt.
extraLapis
No. 9 berichtet auch von der großen Bedeutung, die Granate in
unserer
Geschichte haben: Die erste Hochblüte des Granatschmucks
führt uns in
das Mittelalter, die zweite in das 17. und 18. Jahrhundert. Die
klassischen roten Granate sind auch heute noch beliebt; doch haben auch
alle anderen ihren ganz speziellen Liebhaberkreis gefunden. Granat
spielt aber auch in hochmoderner Technik eine wichtige Rolle: als der
wohl wichtigste Laserkristall.

Das
extraLapis-Granatwörterbuch
Ein etwas ausführlicheres Inahaltsverzeichnis mit Kommentaren von
Thomas Fehr, Maximilian Glas und Joachim Zang
Die Granat-Gruppe
Chemie, Struktur, Eigenschaften
Der
Mineraloge und Edelsteinfachmann Joachim Zang aus Idar-Oberstein
erläutert die Grundlagen der Granat-Gruppe; er hat für dieses
extraLapis am Institut für Edelsteinforschung der Universität
Mainz
zahlreiche Granate neu untersucht.
Almandin
Andradit
Grossular
Pyrop
Spessartin
Uwarowit
Im Glutofen der Scherzone
Die Entstehung der Granate in der Regionalmetamorphose des
Tauernfensters
von Giulio Morteani und Günter Grundmann
Riesen + Zwerge, Hitze + Druck
Granate sind wichtige
Geschichtszeugen
Granat ist nicht Granat - nicht
einmal im Zillertal
Granat, ein wichtiger Baustein
der Erdkruste
Eine Spezialität:
Faden-Hessonite
Der Alpin-Sammler Gerold Pascher aus Regensburg berichtet über
außerordentlich "lange" und auch flache Hessonit-Kristalle aus
dem Piemont
Der Edelstein der Merowinger
Die
Mineralogin Susanne Greiff erforscht am Römisch-Germanischen
Zentralmuseum in Mainz die Geschichte des Granats im Mittelalter
Granate für kostbare
Gefäße und geschnittene Steine
Ingrid
S. Weber, Hauptkonservatorin an der Staatlichen Münzsammlung
München,
berichtet Über besondere Granat-Objekte aus dem 17. und 18.
Jahrhundert
Das Feuerauge aus
böhmischen Vulkanen
Jirí
Koursimsky vom Nationalmuseum Prag berichtet über Fundstellen,
Eigenschaften, Geschichte und Bedeutung der böhmischen Pyrope
Synthetische Granate
Lothar
Ackermann, Leiter des Forschungsinstituts für mineralische und
metallische Werkstoffe FEE in Idar-Oberstein, berichtet über
synthetische Granate
Die Ursachen der Granatfarben
Warde
de Fonseca und Joachim Zang vom Institut für Edelsteinforschung
der
Universität Mainz erläutert die Ursachen der Farbenvielfalt
der Granate
Granat in Lapis

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